Löwenzahn

Taraxacum Ø

Löwenzahn-Urtinktur

Wandlung, Anpassungsfähigkeit, Fluss der Lebensenergie, Wärme, Lebenskraft

Löwenzahn

Wesen der Pflanze

Der Löwenzahn gehört zu den anpassungsfähigsten und vitalsten Pflanzen. Die durch den Löwenzahn vermittelte Wandlungs und Anpassungsfähigkeit bezieht sich gleichermaßen auf Ideen, Wertvorstellungen und Anschauungen wie auf die Stoffwechselaktivität der Leber. Beide Ebenen weisen einen engen Zusammenhang auf: Wie die Leber eine rege Umwandlungsaktivität von chemischen Substanzen entfaltet, so erfährt die innere Anschauung im Verlauf des Lebens immer wieder Anpassungen, Änderungen und Erweiterungen. Vorstellungen müssen an der Lebenserfahrung überprüft und eventuell angepasst oder korrigiert werden. Doch bereitet kein anderer Prozess auf der seelisch-geistigen Ebene so viel Mühe wie die Änderung von einmal gebildeten Werten und Anschauungen. Zwar weichen Vorstellung und Realität aufgrund der Unvollkommenheit des Bewusstseins immer mehr oder weniger voneinander ab; wird jedoch ein bestimmtes Maß der Abweichung überschritten, so führt dies zu Ärger oder Bitterkeit. Damit ist in der Regel auch eine Störung der Leberfunktion und des Gallenflusses verbunden. Löwenzahn dynamisiert die Wandlungs und Anpassungsprozesse, löst Stauungen und Erstarrungen in Geist und Körper und vermittelt dadurch neue Lebenskraft.

Anwendungsgebiete

Basistherapeutikum bei chronischen Erkrankungen, vor allem wenn eine geschwächte Leberfunktion zu Erstarrungs-, Ermüdungs und Stauungsprozessen führt. Anregung der Leberfunktion, Ausleitung und Entgiftung über die Leber, Stoffwechselkrankheiten, Rheuma, Gicht, Hautkrankheiten, Schwäche, Müdigkeit, chronisches Müdigkeitssyndrom, Kältegefühl in den Extremitäten, verdauungsbedingter Kopfschmerz, Störungen des Gallenflusses, Gallensteine, Anregung der Diurese, Appetitlosigkeit und funktionelle Oberbauchbeschwerden, mangelnde Fettverdauung, Verstopfung, vorbereitend und begleitend bei Ausleitungstherapien

Gegenanzeigen

Wegen der gallentreibendenWirkung darf Taraxacum bei Verschluss der Gallenwege nicht angewandt werden. Bei Gallensteinträgern können Koliken ausgelöst werden.

Inhaltsstoffe

BitterstoffeMineralstoffe

Wirkungen

Gallenbildendmagensaftsekretionsförderndharnförderndstoffwechselanregendkrampflösendentzündungshemmend

Dosierung

1–3-mal täglich 2–5 Tropfen in wenig Wasser einnehmen oder direkt in den Mund geben. Richtwert für eine durchschnittliche Dosierung ist 3 mal 3 Tropfen täglich.

QUELLEPflanzliche Urtinkturen — Wesen und Anwendung, Roger & Hildegard Kalbermatten.
Digitale Leseausgabe · Kapiteltexte aus dem Werk · zur Information über überliefertes Pflanzenwissen, ohne Anspruch auf ärztliche Beratung.
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