Wermut

Absinthium Ø

Wermut-Urtinktur

Anteilnahme, Präsenz, Wachheit, energetische Durchdringung der Stoffwechselfunktion

Wermut

Wesen der Pflanze

Die Bitterkeit und das Aroma von Wermut sind so ausgeprägt und durchdringend, dass diese Pflanze zum Symbol für die bitteren Aspekte des Lebens geworden ist. Niemand, der eine Zubereitung aus Wermut einnimmt, bleibt teilnahmslos; sie drängt zu Wachheit und Präsenz. Der bittere Geschmack und das herbe Aroma mit ihrem stark zusammenziehenden, nach innen gerichteten Charakter führen zu einer polar entgegengesetzten psychischen Reaktion. Wer im Einflussbereich des Wermutwesens steht, tritt nach außen und nimmt mit aktivem Interesse am Leben, am Mitmenschen und an der Welt teil. Wermut weckt das Interesse am Leben und an der Aktivität und fördert die Belebung der Stoffwechselfunktionen. Menschen, denen es an Interesse mangelt, die manchmal teilnahmslos sind, vermögen die Stoffwechselfunktionen energetisch zu wenig zu durchdringen und werden atonisch. Ihre Verdauungsorgane werden geschwächt, wodurch allgemeine Erschöpfungszustände bis hin zu Depressionen auftreten können. In solchen Situationen ist Wermut ein starkes Energetikum für Psyche und Körper. Durch die Erwärmung und Tonisierung des erschlafften Magens fördert er die Verdauungsfunktionen.

Wer zu Tagträumen neigt, wird durch Wermut zurück in die Wirklichkeit geholt. Tagträume zeigen eine Fluchttendenz auf. Durch eine regelmäßige Einnahme von Absinthium Ø wird es möglich, die Lebensaufgabe mit Willenskraft zu durchdringen und den Lebensfaden fest in die Hand zu nehmen.

Anwendungsgebiete

Atonische Zustände des Magens und der Gallenwege, Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden, mangelnder Gallenfluss, Aerophagie (Luftschlucken, Gefühl eines Luftkissens im Magen), Tonisierung bei psychovegetativen Schwächezuständen und Depressionen, Parasitenbefall

Gegenanzeigen

Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglinge

Inhaltsstoffe

Bitterstoffeätherisches Öl (Thujon)

Wirkungen

Appetitanregendsekretionsförderndentzündungshemmendkrampflösend

Dosierung

1–3-mal täglich 1–3 Tropfen vor oder nach den Mahlzeiten in wenig Wasser einnehmen oder direkt in den Mund geben. Richtwert für eine durchschnittliche Dosierung ist 3 mal 3 Tropfen täglich.

QUELLEPflanzliche Urtinkturen — Wesen und Anwendung, Roger & Hildegard Kalbermatten.
Digitale Leseausgabe · Kapiteltexte aus dem Werk · zur Information über überliefertes Pflanzenwissen, ohne Anspruch auf ärztliche Beratung.
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