Kamille

Chamomilla Ø

Kamillen-Urtinktur

Geborgenheit, Geduld, Sanftmut, Mütterlichkeit

Kamille

Wesen der Pflanze

Kamille vermittelt ein Gefühl mütterlicher Geborgenheit, indem sie eine übersteigerte innere oder äußere Sinnesempfindlichkeit dämpft und Krampfzustände durch milde Wärme löst.

Bei einer gesteigerten Sinnesempfindlichkeit erscheinen Mitmenschen, Situationen und Umwelt sowie der eigene Körper in einem grellen, übertriebenen Bild. Dann fühlt man sich angreifbar und ungeborgen, man ist sehr schmerzempfindlich, reizbar und reagiert bei geringstem Anlass ärgerlich und ungeduldig. In diesen Situationen vermittelt die Kamille eine ruhevolle Sanftheit und lindert entzündliche und krampfartige Prozesse.

Anwendungsgebiete

Aphten, Schleimhautläsionen oder Entzündungen im Mund und Rachenraum. Unruhezustände und Schlafstörungen bei Kindern (z.B. durch Zahnungsbeschwerden) Entzündungen und Krämpfe der Verdauungsorgane und der weiblichen Geschlechtsorgane, heftige Schmerzzustände, reizbare Verstimmungszustände

Inhaltsstoffe

Ätherisches ÖlFlavonoideSchleimstoffe

Wirkungen

Entzündungshemmendkrampflösendwundheilungsförderndantibakteriell und bakterientoxinhemmend

Dosierung

1–3-mal täglich 2–5 Tropfen in wenig Wasser einnehmen oder direkt in den Mund geben. Richtwert für eine durchschnittliche Dosierung ist 3 mal 3 Tropfen täglich. Alternativ 10 Tropfen in einem halben Glas lauwarmem Wasser zum Spülen oder Gurgeln.

QUELLEPflanzliche Urtinkturen — Wesen und Anwendung, Roger & Hildegard Kalbermatten.
Digitale Leseausgabe · Kapiteltexte aus dem Werk · zur Information über überliefertes Pflanzenwissen, ohne Anspruch auf ärztliche Beratung.
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