Johanniskraut

Hypericum Ø

Johanniskraut-Urtinktur

Lichtassimilation, Nervenkraft, Stabilität

Wesen der Pflanze

Johanniskraut hat von allen Heilpflanzen die stärkste Beziehung zum Licht. Die zur Zeit der Sommersonnenwende blühende Pflanze fördert die Aufnahme und Speicherung von Licht und dessen Umwandlung in Nervenkraft.

Licht ist eine essenzielle Energiequelle für die Nerven, die Schnittstelle zwischen Körper und Seele. Wer zu wenig aus dieser Quelle schöpfen kann, da – konstitutions oder situationsbedingt – die Lichtaufnahmefähigkeit geschwächt ist oder das Lichtangebot durch anhaltend trübe Witterung oder langen Aufenthalt in künstlich beleuchteten Räumen vermindert ist, wird trübsinnig und depressiv. Dann wirkt Johanniskraut aufhellend.

Johanniskraut ist auch bei Verletzungen von Körper und Seele angezeigt. Depressionen als Folge erlittener physischer und psychischer Verletzungen und Kränkungen oder Schnitt und Stichwunden mit Nervenverletzungen werden sehr erfolgreich behandelt. Das Nervensystem wird stabilisiert. Dosierung beachten!

Anwendungsgebiete

Psychovegetative Störungen, depressive Verstimmungszustände (insbesondere Winterdepression), Angst, nervöse Unruhe, Schlafstörungen, nervöse Erschöpfungszustände, Burnout, Wetterfühligkeit, Bettnässen, Reizblase, Nervenverletzungen, Schnitt und Stichwunden, Verbrennungen ersten Grades, Myalgien, Rückenschmerzen, Ischialgie, Neuralgien (auch äußerlich), Herpes

Nebenwirkungen

In seltenen Fällen kann eine Photosensibilisierung auftreten.

Wechselwirkungen

Die für hochdosierte Hypericum-Extraktpräparate bekannten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln gelten nicht für die niedrigdosierte wesenhafte Urtinktur.Vorsichtshalber sollte jedoch auch die wesenhafte Urtinktur nicht zusammen mit Immunsuppressiva nach Organtransplantationen eingesetzt werden, da Hypericum das Immunsystem stärkt.

Inhaltsstoffe

Hypericin, Flavonoide, ätherisches Öl, Gerbstoffe

Die Urtinktur ist aufgrund des hohen Hypericingehalts intensiv rot.

Wirkungen

Antidepressivberuhigendangstlösendentzündungshemmend

Dosierung

1–3-mal täglich 1–3 Tropfen in wenig Wasser einnehmen oder direkt in den Mund geben. Richtwert für eine durchschnittliche Dosierung ist 3 mal 3 Tropfen täglich.

QUELLEPflanzliche Urtinkturen — Wesen und Anwendung, Roger & Hildegard Kalbermatten.
Digitale Leseausgabe · Kapiteltexte aus dem Werk · zur Information über überliefertes Pflanzenwissen, ohne Anspruch auf ärztliche Beratung.
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