Ackerschachtelhalm

Equisetum arvense Ø

Schachtelhalm-Urtinktur

Gliederung, Strukturierung, Klarheit der Gedanken

Ackerschachtelhalm

Wesen der Pflanze

Das Wesen des Schachtelhalms ist gekennzeichnet durch die Beschränkung auf das absolut Notwendige, auf das Gerüst, auf die Struktur. Die Pflanze zeigt keine Formen, die in die Fülle gehen. Sie ist sehr reich an strukturierenden Mineralstoffen, insbesondere an Kieselsäure in kristalliner Gestalt. Sie ist gewissermaßen Pflanze gewordenes Mineral.

Im Schachtelhalm sind diejenigen Kräfte verkörpert, die für eine klare Gliederung und Strukturierung des Denkens und der Formbildeprozesse erforderlich sind. Demzufolge ist der Schachtelhalm bei all jenen Zuständen angezeigt, in denen die Fähigkeit zur Strukturoder Formbildung geschwächt ist. Dies äußert sich zum Beispiel in unklarem Denken oder in einem Mangel an Ordnungssinn und Organisationstalent. Der Mangel kann sich aber ebenso im Gegenteil äußern, in der Abhängigkeit von starren Strukturen, Normen und Ordnungen.

Hervorzuheben ist auch die stärkende Wirkung des Schachtelhalms auf das Bindegewebe und das Skelett (insbesondere die Wirbelsäule), also auf diejenigen Systeme, die unseren Körper strukturieren.

Anwendungsgebiete

Stauungsödem, verletzungsbedingtes Ödem, Durchspülung bei Harnwegsinfekten (auf reichliche Flüssigkeitszufuhr achten!), Nierengrieß, Bindegewebeschwäche, Ausleitung und Entgiftung bei chronischen Erkrankungen, Osteoporose (Prophylaxe und Begleitung), zur Unterstützung bei Skoliose, Hauterkrankungen

Gegenanzeigen

Ödeme infolge eingeschränkter Herzoder Nierentätigkeit

Inhaltsstoffe

KieselsäureFlavonoide

Wirkungen

Harntreibendantiödematischwundheilendbindegewebsfestigendhautstoffwechselanregend

Dosierung

1–3-mal täglich 2–5 Tropfen in einem halben Glas Wasser einnehmen oder direkt in den Mund geben. Richtwert für eine durchschnittliche Dosierung ist 3 mal 3 Tropfen täglich.

Zur Osteoporoseprophylaxe kann die Urtinktur einem Schachtelhalmtee zugesetzt werden.

Dauer der Anwendung: Bei Langzeitanwendung (Osteoporoseprophylaxe) intervallweise Einnahme: nach 4 Wochen Therapie 2–4 Wochen Pause.

QUELLEPflanzliche Urtinkturen — Wesen und Anwendung, Roger & Hildegard Kalbermatten.
Digitale Leseausgabe · Kapiteltexte aus dem Werk · zur Information über überliefertes Pflanzenwissen, ohne Anspruch auf ärztliche Beratung.
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