
Wesen der Pflanze
Welche andere Pflanze könnte die Wesensart des gebärenden weiblichen Schoßes, der Gebärmutter, besser verkörpern als der Frauenmantel? Im geborgenen Grund ihres mantelartig umhüllenden, nach oben empfangend geöffneten, weichen Blattes bringt die »Alchemistin« (Alchemilla!) unter den Pflanzen in rhythmischer Gebärde einen silbernen Tautropfen hervor. Alchemilla steht für die Bejahung der weiblichen Rhythmen und des Frauseins. Frauen, die ihre Identität zu sehr auf ihre Gebärfähigkeit abstützen, oder Frauen, die Schwierigkeiten haben, diesen Aspekt ihres Frauseins zu integrieren, verhilft der Frauenmantel zu einer gewissen Distanz. Der Frauenmantel wirkt kühlend, das bedeutet, dass er körperliche und seelische überschießende Wärmeprozesse ausgleicht. Auch seine gewebestärkende Wirkung ist bekannt. Auf der seelischen Ebene stärkt er den Mut zur echten Weiblichkeit: Eine zu starke oder zu schwache Betonung des Frauseins wird ausgeglichen.
Anwendungsgebiete
Menstruationsbeschwerden (Krämpfe, Zyklusunregelmäßigkeiten, zu starke Blutungen), Weißfluss, Unterleibsentzündungen, prämenstruelles Syndrom, unerfüllter Kinderwunsch, Wechseljahrbeschwerden, Vor und Nachbereitung bei Geburten. Leichte unspezifische Durchfallerkrankungen
Inhaltsstoffe
Wirkungen
Dosierung
1–3-mal täglich 2–5 Tropfen in wenig Wasser einnehmen oder direkt in den Mund geben. Richtwert für eine durchschnittliche Dosierung ist 3 mal 3 Tropfen täglich.
